Metallurgie

GUT IN FORM Mit weniger als 0.1 mm Wanddicke ist eine Getränkedose gleich dünn wie ein menschliches Haar. Das leichte und stabile Metall lässt sich immer wieder zu einer neuen Dose verarbeiten.

Aludose
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Studiendauer

7 Semester Bachelor
4 Semester Master

Abschlüsse

BSc, Dipl.-Ing., Dr.mont.

Zulassungsfrist

ab 08.06.2020

Hast du heute schon aus einer Dose getrunken oder bist mit dem Rad gefahren? Willkommen in der Welt der Metallurgie! Zugegeben, bei diesen Beispielen ist das Metall greifbar. Aber sogar deine Zahnbürste hat mit Metallurgie zu tun, denn kein Produkt durchläuft den Herstellungsprozess, ohne mit Metall in Berührung zu kommen. Zum Beispiel durch die Maschinen in der Produktion. Metallurgie ist daher in ALLEN Bereichen deines Alltags vertreten. Auch beim Umweltschutz, denn um Ressourcen zu schonen und Energie zu sparen, werden Schrott und Altmetalle wieder zu neuen Produkten.

Welche Voraussetzungen solltest du mitbringen?

Stell dir vor, 1.500 Grad heißes flüssiges Roheisen läuft aus dem Hochofen und wird zu DEINEM High-Tech-Produkt. Klingt gut? Als Metallurg*in sprühst du – im wahrsten Sinne des Wortes – vor Kreativität. Du designst Produkte und entwickelst innovative Konzepte, um Produktionsabläufe sowohl umwelt- und ressourcenschonend als auch wirtschaftlich zu gestalten. Wenn du Begeisterung für Technik und Naturwissenschaften sowie Freude an analytischem und interdisziplinärem Denken hast, bist du bereit für dein Metallurgiestudium.

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Was erwartet dich während deines Studiums?

Alles beginnt mit dem Erlernen der Grundlagen in den ersten vier Semestern. Dann wird’s metallurgisch: Du beschäftigst dich mit der Gewinnung, Verarbeitung und Formgebung metallischer Werkstoffe. Betriebswirtschaft, Verfahrenstechnik, Maschinenbau und Werkstofftechnik öffnen dir vielseitige Blickwinkel auf Prozesse und Verfahren. Ein Schwerpunkt ist die Eisen- & Stahlmetallurgie, bei der du dich mit der Herstellung und den Einsatzmöglichkeiten vom feinen Stahldraht bis hin zum Stahlträger im Wolkenkratzer beschäftigst. Die Nichteisenmetallurgie, bei der es um alles außer Eisen geht und ohne die es dein Smartphone nicht geben würde, ist eine weitere Vertiefung. In der Gießereikunde lernst du alles über Gießverfahren, die die Lebensdauer von Produkten beeinflussen und wichtig in High-Tech Branchen, wie der Raumfahrt, sind. Wie man Metalle walzt, biegt, schmiedet oder druckt, erfährst du in der Umformtechnik. Und was wäre die Welt der Metallurgie ohne Digitalisierung? Die Simulation von Modellen und Prozessen für umweltschonendere Abläufe in der Industrie wird dir im Schwerpunkt Simulation beigebracht. Fragen zur Energie- & Umwelttechnik und das Rüstzeug für deine zukünftigen Managementaufgaben sind Teil der Industriewirtschaft. Zwei dieser Schwerpunkte kannst du im anschließenden Masterstudium, je nach deinem Interesse, weiter vertiefen.

Was erwartet dich nach deinem Studium?

Als Leobener Metallurg*in bist du bestens vorbereitet auf die Führung von Betrieben der Metallgewinnung und –verarbeitung sowie die Entwicklung von neuen Verfahren und Produkten. Auch die Planung von neuen und Optimierung von bestehenden Produktionsanlagen, um diese umweltverträglicher und energieeffizienter zu designen, zählt zu deinen zukünftigen Aufgaben. Also, bereit die Zukunft zu formen?

Kontakt

Studiengangsbeauftragter:
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont. Helmut Antrekowitsch
Lehrstuhl für Nichteisenmetallurgie
nemetall@unileoben.ac.at
+43 3842 402-5201

Fragen und Antworten zum Metallurgie Studium:

Metallurgy-Talks